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Schnuppernachmittag

Montag, 22.01.2018,
von 15.30 bis 17.30 Uhr
im MATURANAHAUS Emmendingen

Schule


Altersgruppe


Die Schule im MATURANAHAUS ist untergliedert in Primarstufe und Sekundarstufe. Der Primarstufe gehören die Kinder von 7 bis 13 Jahren an, ergänzt von den Übergangskindern aus der Eingangsstufe (Kindergarten), die ab dem 6. Geburtstag so viel sie möchten in die Primarstufe kommen können. Die Kinder der Primarstufe haben wiederum jederzeit die Möglichkeit, in den Bereichen der Eingangsstufe zu Besuch zu sein. Ab dem 12. Geburtstag kann jedes Kind zum selbst gewählten Zeitpunkt das Übergangsjahr in die Sekundarstufe beginnen, bevor es mit 13 Jahren dann vollständig für seine weiteren Jahre im MATURANAHAUS dieser Stufe angehört. Unsere Schule ist auch für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Behinderungen geeignet.

Vorbereitete Umgebung


ziegeDie vorbereitete Umgebung der Primarstufe enthält gemäß den Entwicklungsbedürfnissen der Kinder dieser Altersstufe eine Vielzahl von Aktivitätsbereichen und Materialien. Weitläufiger und komplexer als in der Eingangsstufe stehen den Kindern im Haus und im Außengelände viele Möglichkeiten für selbst gesteuertes Spielen und Lernen zur Verfügung. Das naturnahe Außengelände bietet viele Anlässe für Bewegungserfahrungen, Umgang mit Naturmaterialien, Feuermachen, Werkaktivitäten, Tierpflege bei unseren Ziegen und Spiele und Projekte aller Art, die hier bei jedem Wetter das ganze Jahr hindurch stattfinden. Im Haus sind in den Räumlichkeiten verschiedene Bereiche vorbereitet für praktisches kreatives Tun, Experimentieren, Küchenaktivitäten, Rollenspiel, Musizieren, Konstruktionsspiele, Gesellschaftsspiele, Materialarbeit in den Bereichen Sprache, Mathematik, Kosmos usw. Die gesamte Umgebung ist so gestaltet, dass die Kinder sie selbstständig spontan nutzen können.

Inhalte und Zusammenhänge werden nicht abstrakt aufbereitet und vermittelt, sondern anhand der vielfältigen Tätigkeiten mit all den konkreten Materialien eigenhändig erfahrbar. Die vielfältigen konkreten Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen werden im Laufe dieser Altersstufe von den Kindern zunehmend in Beziehung gesetzt, so dass auf der Grundlage all dieser natürlichen Lernprozesse allmählich vernetzte Verständnisstrukturen aufgebaut werden. Lernen findet immer und überall statt. Die spontanen Aktivitäten der Kinder zeichnen sich häufig durch Intensität und Ausdauer aus und machen zugleich deutlich, wie ökonomisch, spielerisch und leicht Lernprozesse oftmals ablaufen.

Zusätzlich zu den spontan zugänglichen Bereichen finden in der Primarstufe wechselnde Angebote, Arbeitsgruppen, Exkursionen und Minipraktika statt, die in der wöchentlich stattfindenden Versammlung besprochen werden. Die Kinder entscheiden sich stets frei für ihre Aktivitäten und melden sich auch freiwillig zu den verschiedenen Angeboten, bei denen die Offenheit oder Verbindlichkeit der Teilnahme je nach Inhalt und Entscheidung der Arbeitsgruppen geregelt wird. Die wöchentliche Versammlung ist die einzige Veranstaltung, die für alle verpflichtend ist. Sie wird von den Kindern selbst verwaltet und dient als Forum, in dem Ideen, Fragen, Konflikte, Pläne usw. gemeinsam besprochen werden. Zusätzlich zu den grundlegenden Hausregeln werden in der Wochenversammlung Regeln für verschiedene Bereiche des Zusammenlebens in der Primarstufe beschlossen, so dass die Kinder ihr zunehmendes Bedürfnis nach Regelmachen und Mitbestimmen im Rahmen der Selbstregulierung der Gruppe verwirklichen können.

baumIn der vorbereiteten Umgebung ist es jederzeit möglich, sich frei zu bewegen und in vielfältigen sozialen Situationen mit Kindern und Erwachsenen zusammen zu sein. Dies erfordert von den Kindern, immer wieder neue Entscheidungen und Absprachen zu treffen. In einem andauernden Lernprozess werden so Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit und andere soziale Kompetenzen aufgebaut.

Ab dem Übertritt in die Sekundarstufe haben die Jugendlichen zusätzlich zu dieser reichhaltigen Umgebung einen eigenen Bereich, der nicht von den Kindern der Primarstufe mitbenutzt wird. Diesen können die Jugendlichen nach den eigenen Bedürfnissen als Rückzugsort gestalten, den dortigen Computer-Arbeitsplatz nutzen und weitere spezifische Materialien, die für formales Arbeiten in verschiedenen Wissensbereichen bereit gestellt werden. Die konkreten Materialien und Möglichkeiten der Primarstufe stehen ihnen in Haus und Garten zusätzlich weiterhin jederzeit zu Verfügung.

Die Sekundarstufe hat eine eigene wöchentliche Versammlung, die für alle verpflichtend ist und als Plenum dient, in dem verschiedene Themen und organisatorische Belange zur Gestaltung des gemeinsamen Alltags besprochen werden. Arbeitsgruppen, Kurse usw. entstehen wie in der vorhergehenden Stufe entsprechend den vorhandenen Interessen und Möglichkeiten, Expertenbesuche, ausführliche Praktika und Exkursionen geben den Jugendlichen Gelegenheit, verschiedene gesellschaftliche Bereiche kennen zu lernen und ihre Biographie zu planen. Für die Zeit der Sekundarstufe sind die Jugendlichen verpflichtet, ein Tagebuch über ihre Aktivitäten, Überlegungen und Pläne zu führen. Sie wählen sich einen persönlichen Tutor unter den Erwachsenen des pädagogischen Teams, mit dem sie dieses Tagebuch teilen und zu regelmäßigen Gesprächen zusammenkommen. Individuell begleitet können die Jugendlichen sich in einem fortlaufenden Reifeprozess mit ihren Zukunftsplänen auseinandersetzen und auf die von ihnen angestrebten Schulabschlüsse vorbereiten.

Begleitung und entspannte Umgebung


begleitungDie Schulstufen im MATURANAHAUS sind Orte für aktives, selbstbestimmtes Lernen: jeder kann selbst entscheiden, was er tun möchte, wo, wie, wie lange und mit wem. Alle Aktivitätsbereiche werden von Erwachsenen betreut, die mit aufmerksamem Interesse die Tätigkeiten der Kinder wahrnehmen und sie im Vertrauen auf ihre eigenständige Entwicklungskraft begleiten. Sie stehen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung, machen bei Bedarf Einführungen in die Handhabung von Materialien und unterstützen jeden Einzelnen ohne lenkendes Eingreifen dabei, seine selbst gestellten Aufgaben zu bewältigen und Probleme zu lösen.

Auch Konflikte zwischen Kindern werden von den Erwachsenen so begleitet, dass jedes Kind mit seinem Standpunkt respektiert und emotional unterstützt wird. So wird Raum geschaffen für die eigenen Lösungsprozesse der Kinder und deren soziale und emotionale Selbstregulierung. Die Erwachsenen bestehen ausdauernd auf die Einhaltung der Grundregeln im MATURANAHAUS und setzen bei Bedarf klare Grenzen. Dies schafft einen verlässlichen Rahmen und eine entspannte Umgebung, in der sich jeder sicher fühlen kann.

Tagesstruktur


Primarstufe und Sekundarstufe der Schule sind jeden Vormittag von 8.15 Uhr bis 13.15 Uhr geöffnet. Die Anfangszeit ist gleitend, das Ende des Vormittags findet für alle gleichzeitig statt. Die Zeitstruktur der einzelnen Vormittage wechselt je nachdem, welche Einzelprojekte, fortlaufenden Arbeitsgruppen, Exkursionen usw. stattfinden. Ein feststehendes Element ist die wöchentliche Versammlung, in deren Rahmen auch der jeweilige Plan für die Woche fertig gestellt wird und Wünsche und Ideen für weitere Angebote zusammengetragen werden. Neben dieser allgemeinen Strukturierung durch freiwillige Angebote ist jeder Tag, jede Woche, jeder Monat vor allem individuell geprägt von der Vielzahl der spontanen Aktivitäten, denen Kinder und Jugendliche sich mit jeweils eigener situationsbezogener Intensität und Ausdauer widmen.